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3. Obergrombacher Faschingskirche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Klaus Kehrwecker   
Sonntag, den 19. Februar 2017 um 20:16 Uhr

Reaktivierter Ausscheller assistiert Fastnachtspfarrer Thomas Fritz

Gäbe es eine Auszeichnung „bester Faschingspfarrer der Republik“ – dann hätte diese Pfarrer Thomas Fritz (Seelsorge-Einheit Bruchsal- Michaelsberg) nach Meinung von weit über 500 närrischen Kirchgängern zweifellos verdient.  Bei der „3. Obergrombacher Faschingskirche“ hatten die überwiegend fastnachtlich kostümierten Besucher in der knallvollen Obergrombacher Martinskirche mehr zu lachen als bei mancher „tollen“, im TV übertragenen Fernseh-Prunksitzung.

Gemeinsam mit dem Cäcilienverein (Kirchenchor) Obergrombach (Leitung: Stefan Degen) und der Guggenmusik „Nashörner“ (Leitung i.V.: Lisa Speck) hatte der katholische Seelsorger die Faschingskirche gestaltet.

Gleich zu Beginn wurden die Narren und Närrinnen mit Luftschlangen und Luftballons begrüßt.

Für die Lesung hatte Pfarrer Fritz ein Urgestein der „Owwergrobacher Fast-Nacht“ reaktiviert: den Ausscheller Wolfgang Henneka, der  über mehrere Jahrzehnte der Fastnacht im oberen Grombachtal seinen Stempel aufdrückte. Das Hauptthema der Lesung drehte sich um das Thema „Fastnacht“ und endete in dem Ausspruch: „Behaltet auch nach Aschermittwoch einen Rest Fastnacht in Euren Herzen!“


Mit seiner – mehrfach von Beifall unterbrochenen – Predigt könnte Pfarrer Thomas Fritz in jeder Karnevalsbütt‘ bestehen. Im gelang ein kunstvoller Spagat zwischen geistlichem und humorvollem Predigtwortinhalt: „Ich glaub‘, es ist ein Traum – so viele Menschen hier im Raum?!“

Obergrombach hinkt beim  Anschluss an das Breitband-Faserkabelhinterher – deshalb schreibt Fritz seine E-mails auf dem PC, um sie nachher – ausgedruckt – auf dem normalen Postweg zu versenden.

Hoch schlagen zur Zeit in Obergrombach die Wellen zum Thema „Wohnen für Senioren“: „Gestaltet das Nebengebäude der Burgschule um – dann Gibt’s Platz für Alt und Jung!“ In einem Mehrgenerationen-Haus kann die Jugend von den Senioren lernen. Ob dieser Tipp bei der anwesenden, bestens gelaunten Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick auf fruchtbaren Boden fällt?

Zur nicht immer funktionierenden Kirchturmuhr bemerkte Fritz: „Ist die Kirchuhr auch kaputt – dem Glücklichen schlägt keine Stund‘!“ Und gegen übervolle Schränke gab er den Rat: „Wer 8 Paar Schuhe hat, gebe 6 Paar ab an jene, die keine haben – dann hast Du nur noch 2 Paar Schuhe zu putzen!“
Thomas Fritz beendete seine Predigt-Bütt‘ mit den Worten: „Ich wünsche Euch – keine Frage: schöne Fastnachtstage!“

Zum Abschluss tauschte der katholische Seelsorger noch Priestergewand gegen Bauhelm und Schutzweste ( in Anlehnung an die bevorstehende Sanierung der Martins-kirche) und forderte das begeisterte Publikum auf: „Feiert Fasching!“.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Februar 2017 um 20:26 Uhr