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Obergrombacher Wehrleute bei "Interschutz" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Klaus Kehrwecker   
Donnerstag, den 05. November 2015 um 21:40 Uhr

Im Sommer diesen Jahres fand in Hannover die "Interschutz" - die weltgrößte Fachmesse für Brand/Katastrophenschutz/Feuerwehr/Rettung - statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung hatte ein holländischer Rettungsgerätehersteller eine "Rescue Experience" organisiert, an der 29 Teams aus der ganzen Welt teilnahmen.

Ursprünglich waren es über die 1000 Teams, die sich für die Teilnahme beworben hatten - und bei den 29 auserwählten Mannschaften war die Obergrombacher Wehr dabei!

Als das in dem Bruchsaler Stadtteil bekannt wurde, war die Aufregung groß. Fortan wurde intensiv geübt.

Dabei konnten die Obergrombacher auf vielerlei Unterstützung, u.a. der Wehren aus Bruchsal und Weingarten, zurückgreifen.

Das den Rettungshelfern in Hannover präsentierte Szenario stellte einen Verkehrsunfall dar, bei dem ein Pkw in Schräglage auf Pollern aufsaß, und einem weiteren Pkw, das seitlich zum Unfallfahrzeug stand.

Zu Beginn erkundete der Obergrombacher "Leader" Robert Speck die Lage und stellte fest, dass sich in dem in der Schräglage befindlichen Fahrzug eine verletzte Person befand. Schnell wurde der "Medical" des Teams, Tobias Hallas, in das Fahrzeug zur medizinischen Beurteilung und Erstverosrgung beordert. Währenddessen hatten die übrigen Team-Mitglieder Robert Wolf, Hendrik Lauber, Patrick Möllmann und Peter Wagner das Fahrzeug gegen Wegrollen und Umfallen abgestützt und abgesichert.

Die verletzte Person musste über den Kofferraum gerettet werden. Dazu wurde die Heckscheibe mit einem "Federkörner" zum Platzen gebracht; im Anschluss daran wurde mit Hilfe einer "Hydraulischen Schere" die Kofferraumklappe entfernt. Der Kofferraum wurde ausgeräumt, die Rückbank entfernt. Schlielich konnte die verletzte Person auf ein Rettungsbrett im Auto gelegt und behutsam unter großer Anstregung aus dem Auto gehieft werden.

Der Patient wurde auf einem vorbereiteten Platz abgelegt und medizinisch versorgt.

Schließlich gab der Gruppen-Leader den Beobachtern das Zeichen, dass sie die Challange für beendet erklären konnten.

Die Obergrombacher Wehrmänner konnten noch vor Ablauf der Maximal-Zeit von 20 Minuten den Wettkampf beenden. Sie waren damit eines von neun Teams, denen es gelungen war, die verunfallte Person innerhalb der vorgegebenen Zeit aus dem Fahrzeug zu befreien.