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Neutharder „Veteranen“ nehmen erstmals an Allgäu-Orient Rallye teil PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Klaus Kehrwecker   
Donnerstag, den 11. April 2013 um 21:20 Uhr

Die beiden jungen Männer sind etwas überrascht: Die Nähmaschine, die sie gerade in einen Lkw verladen, ist schwerer als gedacht, aber schließlich ist sie auch verstaut. Im Lkw befinden sich jede Menge weiterer Dinge: Kleidung, Bettwäsche, Küchengeräte, Spielzeug, Computer – sogar zwei Rollstühle. Wenn alles verstaut ist, werden es ca. 2,5 Tonnen Nutzlast sein. Die ganze Aktion hat einen gewichtigen Hintergrund: es handelt sich um ein Hilfsprojekt zur Unterstützung des Landkreises Pogradec in Albanien und wird von Mitgliedern der Neutharder „Veteranenfreunde“ an den Zielort gebracht.

Drei Teams der „Veteranenfreunde“ mit je zwei Fahrern in jeweils einem Opel-Omega nehmen erstmals an der „Allgäu-Orient-Rallye“ teil, die seit sieben Jahren ausgerichtet – mit bestimmten Vorgaben: es sind keine Navigationsgeräte  auch nicht die Benutzung von Autobahnen erlaubt, außerdem darf jedes der teilnehmenden Autors nur noch einen Zeitwert von maximal 1.111 € haben; keine Übernachtung darf im Schnitt mehr als 11,11 € kosten. Die Routenplanung erfolgt auf eigene Faust, und Start ist am 27. April 2013 in Oberstaufen. Teamchef Markus Ratzel listet die Länder auf, die bei der 7.000 km-Strecke durchquert werden: „Start ist in Bayern, dann geht’s nach Österreich/ Italien/ Slowenien/ Kroatien/ Bosnien/ Montenegro/ Albanien/ Mazedonien/ Griechenland/ Türkei/ Zypern/ Israel/ Westjordanland bis nach Jordanien.“ Und mit einem Lachen fügt er hinzu: Wer dort als erster ankommt, kann sich über den Hauptpreis freuen: ein echtes Kamel!“

Während der Vorbereitungen für ihre Rallye-Teilnahme erfuhren Markus Ratzel,  Florian Kistner, Yannick Krieger, Tania Olland, Mario Funk und Fabian Funk von einem Hilfsprojekt, das der „Christliche Hilfsverein Wismar e.V.“ in Albanien betreut. Dort -  im Grenzgebiet zu Mazedonien und dem Kosovo – sind die Menschen wahrlich nicht mit Reichtümern gesegnet und besonders ein Kinderheim, ein Kindergarten und ein Altenheim  profitieren von den deutschen Hilfslieferungen.

Der 7,5 Lkw-Tonner wurde von der Firma Fensterbau-Weidemann in Östringen gestiftet. Spendenaufrufe der „Veteranenfreund“ brachten erheblich mehr Material zusammen, als überhaupt geladen werden kann.

„Die Dinge, die wir jetzt nicht nach Albanien bringen können, werden auf jeden Fall später dorthin verfrachtet!“ verspricht Markus Ratzel, der sich zusammen mit seinen Team-Freunden sehr über den enormen Spenden-Zuspruch freute. Der Lkw - den der Obergrombacher Christian Essig nach Osteuropa steuert -  verbleibt ebenfalls in Albanien, um dort die Arbeit des Wismarer Hilfsvereins zu unterstützen.

Nach Erreichen des Zwischen-Ziels werden die drei Omega-Teams weiterfahren Richtung Kleinasien. Insgesamt nehmen 111 Teams mit je drei Autos und jeweils sechs 6 Teilnehmern pro Team an dem Spektakel teil. Was treibt die jungen Neutharder an, daran teilzunehmen? Dazu Markus Ratzel: „In erster Linie Abenteuerlust und die Hoffnung auf unvergessliche Erlebnisse und Stärkung des Teamgeistes  - und natürlich die „Gute Tat“ in Albanien.“ Die drei von den Neuthardern benutzen Opel-Fahrzeuge verbleiben auch als Spende für gemeinnützige Organisationen im Orient. Sollten die „Veteranenfreunde“ das als Hauptpreis ausgelobte Kamel gewinnen, wollen sie das einer bedürftigen Beduinen-Familie schenken – für den Neutharder Vogelpark wäre das Tier doch zu unpraktisch. Verabschiedet werden die motorisierten Kreuzfahrer mit einem „großen Bahnhof“ am 26. April 2013, 13.00 Uhr am Rathaus Karlsdorf von Bürgermeister Sven Weigt persönlich. Er wird ihnen noch ein besonderes Geschenk mitgeben: einen Baum für den „Allgäu-Orient-Park“ in Istanbul.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. April 2013 um 21:51 Uhr