Vom Bahnhof Untergrombach hat man die Möglichkeit, in zwei Richtungen zu reisen: Bruchsal und Karlsruhe. Aber die Reisenden in Richtung Bruchsal haben ein Problem: auf ihrer Seite wurde der Fahrkartenautomat im Zuge von Sparmaßnahmen abmontiert. Jetzt wandte sich Ortsvorsteher Karl Mangei mit einem „Offenen Brief“ an die Deutsche Bank und forderte die Wiederaufstellung des besagten Automaten.

Selbst im Ortschaftsrat von Untergrombach war die überraschende, unangekündigte Demontage des Fahrkarten-Automaten schon Diskussionsthema.
Dabei handelt sich beim Bahnhof Untergrombach nicht unbedingt um einen kleinen Haltepunkt. Immerhin ist der Bahnhof Einzugsbereich für über 10.000 Einwohner der Stadtteile Büchenau, Untergrombach und Obergrombach. Die Demontage des Automaten trägt nicht unbedingt dazu bei, den Ungtergrombacher Bahnhof für Reisende attraktiver zu machen. Während sich der Ortschaftsrat sogar Gedanken darüber macht, wie durch weitere Park-and-Ride-Plätze das Bahnfahren mehr Akzeptanz findet, rudert die Deutsche Bahn mit ihrer Aktion gerade in die andere Richtung. Die damit verbundene deutliche Verschlechterung in Bezug auf Service und Benutzerfreundlichkeit schert die Bahn herzlich wenig.

Die Bahn ist nämlich der Meinung, die Reisenden in Richtung Bruchsal sollten den Bahnhof etwas früher aufsuchen, zuerst auf der Seite mit Fahrtrichtung Karlsruhe eine Fahrkarte ziehen und sich dann erst zu ihr Einstiegmöglichkeit in Richtung Bruchsal begeben sollten. Das dabei naturgemäß der (verbotene und gefährliche) Weg direkt über die Schienen sehr verlockend ist, braucht nicht weiter erwähnt zu werden.